Freitag, 27. August 2010

PostSecret

PostSecret, im Januar 2005 von Frank Warren gegruendet, ist ein Projekt, bei dem Leute ein persoenliches Geheimnis auf eine selbst gestaltete Postkarte schreiben und es anonym an eine bestimmte Adresse schicken. Festgehalten werden diese in Buechern, Ausstellungen oder Webseiten (http://www.postsecret.com/) - eine spannende Idee.

"Yes we can ...

... help you." Endlich wieder im Land der unbegrenzten Moeglichkeiten - da war ich doch schon einmal, vor vielen Jahren, damals in Cincinnati. State College liegt gar nicht so weit entfernt, ist ein anderer Bundesstaat, die Sprache ist dieselbe. Man nennt die Gegend auch "Happy valley" und gluecklich sind hier scheinbar alle. Auf der Strasse laecheln mich junge Leute freundlich an. (Gewisse Leute wuerden jetzt sagen: "Als ich dich zum ersten Mal sah, musste ich auch grinsen.") Spass beiseite. Auch an der Kasse fragt man mich, wie es mir geht und wuenscht mir zum Abschied noch einen schoenen restlichen Tag. Ob das ernst gemeint ist? Auf jeden Fall ist es freundlich und hebt die Stimmung.

Sonntag, 1. August 2010

"Sie haben eine neue Nachricht."

Es war einmal ein Taubenstall. Viele kleine gefiederte Freunde, die die Post zuverlässig zustellten. Binde ihr die Nachricht ans Bein - ein Klotz am Bein? - und schicke sie los. Sie wird ihren Weg finden, wenn nicht eine räuberische Katze ihren Weg kreuzt ...

Sind das nicht die heutigen Postfächer? Posteingang - Postausgang. Sie sind leichter zu pflegen, brauchen kein Vogelfutter und können keiner Katze über den Weg laufen - Verzeihung, fliegen. Und doch ist jede Menge Mist im Fach. Newsletter, den man nie bestellt hat. Gewinnbenachrichtigung von einer Lotterie, bei der man nie mirgemacht hat. Robinsonliste gegen unerwünschte Post. Wurde da nicht eine Firma wegen unerwünschter Anrufe zu Schadenersatz verurteilt?

Bei Umfragen bin ich grundsätzlich 18 Jahre alt, habe 5 Kinder und verdiene mehr als 100.000 Euro im Jahr. Niemals hat jemand nachgefragt, ob das überhaupt möglich ist ... Manchmal reagiere ich mit dem Satz: "Sie dürfen mich nicht anrufen, wenn ich Sie nicht darum gebeten habe." Doch dann verläuft das Gespräch äußerst unangenehm - und dauert genauso lange, als wenn ich schnell die falschen Antworten gebe. Ich vertraue nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe (kicher). Oder bei der extrem billigen Reise soll man unbedingt die Vollpension mitbuchen, die so viel kostet wie die gesamte Reise. "Nein, um diese Jahreszeit ist in der Region kein Restaurant geöffnet." Vielen Dank für das Gespräch ...