Mittwoch, 16. Februar 2011

Social Security

Ich hatte ja eine Sozialversicherungsnummer in den USA aus meiner Zeit als teaching assistant in Cincinnati. Die gilt wohl für das ganze Leben, dachte ich. Also gab ich sie an der Penn State Universtity auch an. "Funktioniert nicht", sagte Michelle, die die Anmeldungen bearbeitete. Es ware ein Zahlendreher drin, den wir berichtigten, aber es klappte immer noch nicht. Ich war 1988 in Cincinnati gewesen, damals waren Computer noch nicht so verbreitet. Könnte vielleicht daran liegen ...
Also machte ich mich auf den Weg zum Sozialamt. Alle Formulare hatte ich dabei, mit dem Rennrad, dass mir meine Gastgeber ausgeleihen hatten, war die Strecke auch kein Problem. "Did you bring a gun with you?" (Haben Sie eine Waffe dabei?) - Mit dieser Frage wurde ich am Eingang konfrontiert.
'Ich bin Deutsche, da ist das eine sehr komische Frage', muss mir ins Gesicht geschrieben gewesen sein. Der nächste Gedanke war, eine witzige Antwort zu geben, was ich mir aber verkneifen konnte. Am Flughafen in State College steht bei der Gepäckkontrolle ein Schild mit dem Hinweis, dass man bei unpassenden Bemerkungen über Bomben sofort festgenommen wird. Also, zusammenreißen, blöde Kommentare unterdrücken. (Sind Amokläufer eigentlich so ehrlich und geben an, dass sie eine Waffe dabei haben?)
Die Nummer stimmte übrigens, es hatte sich wieder ein Zahlendreher eingeschlichen und ich war ordnungsgemäß registriert.