Washington DC
Endlich wieder in der Hauptstadt. Der Flug war einigermaßen unruhig - diese Maschinen mit zwei Sitzen rechts und zwei Sitzen links liebe ich nicht besonders. Große Personen können im Gang nicht aufrecht stehen. Aber die Leute hier steigen in diese kleinen Hüpfer wie wir in Busse oder Bahnen, um von Ort zu Ort zu kommen. Eine Strecke, für die man mit dem Auto 8 Stunden brauchen würde, legt man dann in einer zurück, An- und Abreise sowie Wartezeiten nicht mitgerechnet.
Die Sicherheitkontrolle war wie immer, Laptop ohne Tasche auf das Band legen, Schuhe ausziehen, Pass vorzeigen etc. Als ich durch die Kontrolle ging, sagte die Beamtin zu mir, es gebe immer wieder zufällige Zusatzkontrollen, und das wäre jetzt bei mir der Fall. Komisch nur, dass meine beiden Kollegen, die nach mir durch die Kontrolle gingen, das gleiche hörten. Drei Personen nacheinander, das hört sich nicht nach Zufall an ... Der Beamte am anderen Ende bemerkte dann auch, dass Reisende mit einem deutschen Pässe besonders beliebt für Zusatzkontrollen seien - kein Kommentar!
Freitag, 23. Januar 2015
Dienstag, 20. Januar 2015
Happy Valley
Es ist immer wieder erstaunlich, wie freundlich die Leute hier in State College sind. Nicht nur die amerikanischen Kollegen, mit denen man zu tun hat, sondern auch die Leute, die einem bei dem, was man täglich tut, über den Weg laufen. Beispiel - Die Sicherheitvorkehrungen am Flughafen sind enorm. Alles wird durchleuchtet, im Zweifelsfall ein zweites Mal gecheckt. Und natürlich sind überall Leute, die noch einmal nachfragen, ob man auch eine Berechtigung hat, hier zu sein.
Vor der Einreise in die USA muss man alle zwei online Jahre das ESTA-Formular ausfüllen. Gefragt wurde ich dieses Mal auch nach den Namen meiner Eltern - was hat das mit meiner Reise in die USA zu tun? - ob ich vorhabe, einen terroristischen Akt auszuführen - eine Frage, die mich immer wieder für einige Sekunden in Versuchung führt, mit "ja" zu antworten, um zu sehen, was dann passiert - aber, besser nicht .... Auf jeden Fall waren wir auf dem Weg zum Anschlussflug von Philadelphia nach State College. Eine Dame in Uniform fragte freundlich: "Sie haben doch sicher Ihr Flugticket dabei?" - Unsere Antwort: "Ja, sicher." Und wir waren fast schon an ihr vorbeigestürmt, als mir gerade noch einfiel zu fragen: "Möchten Sie es sehen?" Natürlich wollte sie es sehen, sie musste doch sicherstellen, dass sich aus Sicherheitgründen nur berechtigte Personen den Flugzeugen näherten. Wir zeigten die Flugtickes vor und plauderten noch ein bisschen über den schönen Tag und das Leben allgemein. Oberflächlich? Nein, eigentlich nur angenehm. Dieser kurze Kontakt hätte deutlich anders ablaufen können, da wir uns nicht an die Regeln hielten, aber das hätte sowohl uns auch der Sicherheitsdame den Tag ruiniert.
Vor der Einreise in die USA muss man alle zwei online Jahre das ESTA-Formular ausfüllen. Gefragt wurde ich dieses Mal auch nach den Namen meiner Eltern - was hat das mit meiner Reise in die USA zu tun? - ob ich vorhabe, einen terroristischen Akt auszuführen - eine Frage, die mich immer wieder für einige Sekunden in Versuchung führt, mit "ja" zu antworten, um zu sehen, was dann passiert - aber, besser nicht .... Auf jeden Fall waren wir auf dem Weg zum Anschlussflug von Philadelphia nach State College. Eine Dame in Uniform fragte freundlich: "Sie haben doch sicher Ihr Flugticket dabei?" - Unsere Antwort: "Ja, sicher." Und wir waren fast schon an ihr vorbeigestürmt, als mir gerade noch einfiel zu fragen: "Möchten Sie es sehen?" Natürlich wollte sie es sehen, sie musste doch sicherstellen, dass sich aus Sicherheitgründen nur berechtigte Personen den Flugzeugen näherten. Wir zeigten die Flugtickes vor und plauderten noch ein bisschen über den schönen Tag und das Leben allgemein. Oberflächlich? Nein, eigentlich nur angenehm. Dieser kurze Kontakt hätte deutlich anders ablaufen können, da wir uns nicht an die Regeln hielten, aber das hätte sowohl uns auch der Sicherheitsdame den Tag ruiniert.
Mittwoch, 14. Januar 2015
Ich war im großen Flieger von Frankfurt nach Washington gekommen und saß jetzt im kleinen (ihr wisst schon, zwei Sitze auf der rechten Seite, ein Sitz auf der linken Seite. Beim Einsteigen muss man sich ducken, um sich nicht den Kopf anzuschlagen) Flieger, der mich nach State College bringen sollte. Es waren noch einige Plätze frei, der Flug konnte also nicht ausgebucht sein.
Plötzlich eine überraschende Durchsage der Stewardess: "Wir haben zuviel Gewicht, 2 Passagiere müssen aussteigen. Wer meldet sich freiwillig? Sie können mit dem ersten Flugzeug am nächsten Morgen weiterfliegen. Zum Ausgleich gibt es einen 400-Dollar-Gutschein und eine Nacht im Hotel." Keine Reaktion, wir waren ja alle schon eingechecket und saßen auf unseren Plätzen. Wieder die Stewardess: "Wir haben zuviel Gewicht und 2 Personen müssen aussteigen. Wenn sich niemand findet, können wir nicht losfliegen." Wieder meldete sich niemand.
Die Stewardess machte einen erneuten Versuch: "Die beiden jungen Damen, die zuletzt eingestiegen sind, würden Sie sich nicht bereit erklären, eine Nacht in Washington zu bleiben? Sie bekommen einen Gutschein über 400 Euro, den Sie bei Ihrem nächsten Flug einsetzen können und wir bezahlen das Hotel für heute Nacht. Die beiden jungen Frauen erbarmten sich, erhoben sich und stiegen aus dem Flugzeug. Eine von ihnen war bereits am Schalter in Frankfurt in der Reihe vor mir gestanden - hatte also auch schon einen langen Flug hinter sich. Unsere Problem war gelöst. Was ich bis heute micht verstehe: Warum lädt man nicht Gepäck aus und schickt es mit dem nächsten Flugzeug hinterher? Das schiene mir logischer, als die Leute dazulassen.
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